Zielgruppe: für Alle offen
„Mädchen in Uniform“ (1931) erzählt die bewegende Geschichte von Manuela, einem jungen Mädchen, das in einem strengen Mädcheninternat lebt. Die Handlung spielt in Deutschland in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und beleuchtet die Herausforderungen, mit denen junge Frauen in einer stark patriarchalischen Gesellschaft konfrontiert sind.
Manuela hat Schwierigkeiten, sich an die strengen Regeln und die autoritäre Erziehung der Lehrkräfte, insbesondere von der unnahbaren Direktorin, zu gewöhnen. Im Internat trifft sie auf eine liebevolle und verständnisvolle Lehrerin, Fräulein von Bernburg, die ihr nicht nur Wissen, sondern auch Wärme und Zuneigung vermittelt. Diese Beziehung entwickelt sich zu einer tiefen emotionalen Bindung, die für Manuela sowohl eine Quelle der Stärke als auch der inneren Konflikte darstellt.
Das Mädchen beginnt, seine Gefühle für die Lehrerin zu hinterfragen und findet Trost in ihrer Gesellschaft, während gleichzeitig der Druck der Institution und der sozialen Normen auf ihr lastet. Der Film thematisiert die unterdrückten Emotionen und die Suche nach Identität und Freiheit in einem repressiven System.
„Mädchen in Uniform“ basiert auf dem Roman „Das Mädchen Manuela“ von Christa Winsloe und beleuchtet Themen wie die Erziehungsmethoden der 1930er Jahre, die Herausforderungen der gleichgeschlechtlichen Liebe sowie den Kampf um Selbstbestimmung in einer von Regeln geprägten Umgebung. Die emotionale Intensität und die schönen Darstellungen der Beziehungen zwischen den Schülerinnen und ihren Lehrerinnen machen den Film zu einem bedeutenden Klassiker des deutschen Kinos und gilt als erster Film der Filmgeschichte, der offen lesbische Liebe thematisiert.